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Tourism in Thailand

Reisebericht

Der Bericht
Bangkok/Ayutthaya
Ein schöner Bericht und eine ebenso schöne Empfehlung:
Zitat: "Das Leben ist ein Fluss
Die Entdeckung der Langsamkeit auf dem Fluss Chao Praya/ Thailand
Gesine Unverzagt
(27.02.10) Die Fahrt auf einem umgebauten Reistransporter von Bangkok nach Ayutthaya und retour ist die entspannteste Art einzutauchen in das Land des Lächelns und der Tempel.

Aufgereiht begrüßt uns die vierköpfige Crew der „Manohra Song“ am Pier mit einer Blumengirlande aus duftenden Jasminblüten. Da ist Kapitän Lekky, Koch Jumlong, die beiden Stewards Nopadol, kurz Dolly genannt und Frankky, der uns an Bord führt. Der Boot verfügt über vier geschmackvoll eingerichtete Doppelkabinen mit allem Komfort wie Duschbad, WC, Aircondition und Doppelbett. Das „Wohn- und Esszimmer“ befindet sich open air an Deck mit einer Sofaecke, einer Bar, einem langen Tisch für die Mahlzeiten und dem Sonnendeck. Frankky bittet zum Tee mit „Häppchen.“ Gemeinsam mit drei weiteren Paaren lassen wir auf dem Sonnendeck Bangkok an uns vorbeiziehen. Es ist viel Betrieb auf der Lebensader der Megastadt. Linienboote befördern Passagiere von einer Uferseite zur anderen, knatternde „Longtailboote“ transportieren Fahrgäste in die Vororte.

Die Fahrt
Die Fahrt auf dem Chao Praya beginnt und endet in Bangkok nach einer Fahrt zur ehemaligen Königsstadt Ayutthaya, 70 km entfernt. Zwei Nächte und drei Tage werden wir auf dem Luxusdampfer verbringen.

Je weiter wir uns von Bangkok mit seinen Hochhäusern und dem Hightech entfernen, desto beschaulicher wird es. Die Ufer sind gesäumt von Pfahlbauten, von überschwemmten Reisfeldern und Palmen. Die Landschaft am längsten Fluss Thailands und seinen Nebenflüssen ist die „Kornkammer“ Thailands. Nicht nur Reis, alles erdenkliche Obst und Gemüse wird hier angebaut und bringt mehrmals im Jahr beste Ernten.

Auf schmalen Stegen waschen Frauen Wäsche, während ihre Kinder laut kreischend in die Fluten springen. Immer wieder duftet es nach köstlichem Thaiessen.

Auch bei uns wird das Dinner serviert. Als Aperitif wird ein Glas Champagner in lauer Abendbrise offeriert, bevor wir in den Genuss von Jumlongs Kochkünste kommen. Auf engstem Raum zaubert der begnadete Koch ein köstliches 4-Gänge-Menü, frisch und scharf. Nach dem pikanten Mahl sitzen wir windumhüllt noch lange gemeinsam an Deck, um über gutes Essen und über das Leben zu plaudern.

Am frühen Morgen erfreuen wir uns an Deck beim Morgentee an dem Blick auf die Tempelanlage, an deren Anleger unser Boot für die Nacht anlegte. Eine Glocke ruft die Mönche zum Gebet, von allen Seiten strömen sie herbei, schreiten ruhig im Gänsemarsch in den Tempel Wat Bang Na.

Während das Frühstück vorbereiten wird, setzt sich das Boot wieder in Bewegung in Richtung Ayutthaya. Es wird nun enger, wir fahren dichter an den Häusern vorbei, nehmen Anteil am Alltagsleben der Flussanwohner. Immer wieder winken Kinder, lächeln Frauen und grüßen Männer.

Ayutthaya war 400 Jahre lang Regierungssitz der Könige von Siam. Nachdem die Burmesen die Königsstadt im Jahre 1767 völlig zerstört hatten, wurde der Regierungssitz nach Bangkok verlegt. Was blieb war ein riesiges Areal mit zahlreichen Tempeln, bröckelnden Stupas und ganze Heerscharen von Buddhafiguren.

Zurück auf der „Manohra Song“ reicht Frankky feucht-kalte, duftende Tücher - wir freuen uns, wieder „daheim“ zu sein. Nach kurzer Entspannung unter Deck, sind wir neugierig, was Jumlong Delikates zaubern wird. Wir werden nicht enttäuscht, das Essen ist hervorragend, geradezu köstlich. Da sitzen wir nun, genießen die Abendruhe am Fluss, erfreuen uns bei Kerzenschein am thailändischen Abendessen und lauschen den Klängen der Glocken des Klosters Wat Niwet Thammaprawat.

Am Morgen gehts zurück nach Bangkok. Die ganze Fahrt sitzen wir im Fahrtwind an Deck, bewundern die schönen Thaihäuser aus Teakholz, staunen über die enorme Anzahl der goldglänzenden Tempel und Klöster. Es wird gelesen, interessante Gespräche geführt, den Koch nach Rezepten befragt oder mit dem Kapitän geplaudert, der den Fluss wie seine Westentasche kennt. „Hier leben alle mit und von dem Fluss,“ sagt Lekky und zeigt auf eine Familie, die auf kleinen Hockern das Suppenfrühstück einnimmt.

Je näher wir Bangkok kommen, desto dichter wird der Bootsverkehr. Bis zu fünf aneinander befestigte, schwarze Barken werden von Schleppern gezogen, die sich ihren Weg durch einen Teppich schwimmender Wasserhyazinthen bahnen. Dazwischen wieder die „Longtailboote“ die mit lautem Geknatter eine dunkle Auspuffwolke hinter sich her ziehen. Die Luft wird schlechter, der Moloch empfängt uns mit ganzer Wucht.

Wenn die Zeit nicht reicht für eine dreitägige Bootstour, dem sei das Vergnügen einer abendlichen Dinner Cruise empfohlen. Während des mehrgängigen Menüs schippert die Teakholzbarke jeden Abend 2 ½ Stunden den Fluss entlang.
Beides ist zu buchen über: www.manohracruises.com"

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